Ein Erfahrungsbericht von Boomer


Boomer ist ein erfahrener Dog, Streuner und kommt aus Berlin. Im laufe seines Hundelebens sind ihm schon viele Masken der unterschiedlichsten Sorte zwischen die Pfoten gekommen. Diese konnte er gründlich beschnuppern und möchte uns nun an seinen persönlichen Erfahrungen teilhaben lassen.

Einleitung und in eigener Sache

Ich bin ein erfahrener Dog, besitze mehrere verschiedene Doggy (Puppy) Masken und war viele Jahre sehr aktiver Dog Player. Dieser ändert sich seit dem Run und der Mode des Puppyseins und dem Beginn einer riesigen Community. Der Grund ist, dass sich die Bedürfnisse und das Verhalten der Generation Puppy 2.1 rapide verändern und auch alles verändert hat. Auch Outfit und Masken wodurch ein einzelner Dog in der Masse von Puppys für Außenstehende nichts mehr besonderes ist. Ich finde es nun nicht schlimm, bin offen für Neues aber natürlich bewegt es einen.

Nun nenne ich als erstes Dog und Puppy einfach „Wuffel“, womit ich Frau, Lesben und Trans* mit einbeziehen kann, welche in der Community einfach nicht wegzudenken sind und hoffentlich bald auf sämtlichen Puppy Treffen oder Partys (man kann Bereiche auch abtrennen) akzeptiert werden und wofür sich alle Mr. Puppy und Puppy Germany egal wo explizit einsetzen müssen.

Wir sind alle Wuffel und tragen unter anderem auch Masken um zu zeigen, wer und was wir sind: Ein riesiges Rudel! Eine Community! Egal welches Aussehen, Alter, Herkunft, Geschlecht oder Religion.

Alles was ich schreibe sind MEINE EIGENEN Recherchen, Erlebnisse oder Erfahrungen. Ich übernehme KEINE VERANTWORTUNG und KEINE GARANTIE für nichts!


Die Maske

Warum des einen Freud und des anderen Leid?
Zum einen der Preis, zum anderen das Material, zum einen die Pflege, zum anderen die Haltbarkeit. So hat auch jeder seine berechtigten Freuden oder Bedenken. Aber generell gilt: nicht die Maske, sondern der/die Träger/in macht den Wuffel.

In den frühen 70–90 Jahren gab es keine oder kaum Masken, erst recht nicht die kommerzielle Massenfertigung. Wenn gab es meistens ein Eigenbau oder Sonderanfertigung. In Deutschland waren DOG’s nur in der Lederszene vertreten und was sehr Besonderes, welche noch unter Sklaven oder ihnen gleichgesetzt waren. Mit der kommerziellen Produktion hat das Ganze ca. Mitte der 90er angefangen. Damals waren Masken ausschließlich aus echtem oder Kunstleder. Nun kamen noch Latex, PVC und seit ca. den 2010er Jahren die Neopren Masken dazu. Was anfangs was Besonderes war ist heute völlig normal und zum Mainstream geworden. Ich behaupte mal, dass fast 80–90% der Wuffel heute „Neoprenmasken“ tragen, die sich rein nur vom Muster unterscheiden. Diese sind günstig, sehr pflegeleicht und schauen gut aus.

Womit wir an das Thema Anschaffung und Pflege kommen. Generell möchte ich keine Preise nennen da WUFFEL Masken heutzutage, mit Abstrichen, zum Glück für jeden erschwinglich sind, vom Schüler bis Millionär.
Kommen wir nun zur 1. Maske…


Die PVC Maske

Ja das gibt es, Wuffel-PVC-Masken.
! DIESE EMPFEHLE ICH ABSOLUT NICHT! Die Masken sehen nicht nur komisch aus, nein sie enthalten Weichmacher was dem Träger Kopfschmerzen, Übelkeit und (nicht nachweisbar) Krebs verursachen kann. Diese Masken sollte man nicht Reinigen oder Pflegen, sondern im Shop lassen und missachten. Wer sowas trotzdem will, muss nicht viel tun außer sie mit dem Duschzeug, womit man sich nach dem Spielen wäscht, reinigen und beim Trocknen wenden. Zur Verwahrung am besten separat halten.


Weiter zu Kunstleder Masken

Die mit wohl günstigste Maskenvariante (zumindest war sie es mal hihi…). Kunstleder ist sehr pflegeleicht, alleine durch die Material Beschaffenheit. Es lässt sich bedenkenlos im lauwarmen Wasser einweichen und mit einem weichen Schwamm und wenigen Spritzern Spülmittel (ohne Handpflegemittel) reinigen und danach zum Trocknen mit der Innenseite nach außen aufhängen. NICHT Auswringen. Nachteil ist der Träger hat einen sehr eigenwilligen Geruch dauerhaft in der Nase der, auch wenn die Maske älter ist, nur ein wenig abflaut. Gepaart mit Schweiß muss man das echt mögen. Des Weiteren dehnt es sich bei langem tragen, womit es sich mit dem engen Sitz schnell erledigt hat.


Die Echtleder Maske

Wer auf Leder steht und den Geruch mag ist mit so einer Maske bei der richtigen Pflege fast sein ganzes Wuffel-Leben glücklich. Der Geruch von Leder bleibt dauerhaft dominant. Es gibt mehrere Varianten. Die erste ist die Vollleder Maske, die zweite die Halbledermaske und die dritte die 1/3 Leder Maske. Alle drei Masken gibt es in verschiedenen Lederhaut Qualitäten von Büffelleder bis billigen Standards.

Ich beginne mal mit der eher seltenen 1/3 Maske, die eigentlich nur aus einer Schnauze und kleinen Stummel Ohren besteht und mehr an eine Kinder- Kostümball-Maske der besseren Qualität erinnert.

Die 1/2 Leder Maske ist unter Leder Masken wohl die geläufigste. Sie hat eine Schnauze große Augenöffnungen und große Ohren. Wenn sie richtig gut sitzt, kann man den Unterkiefer bewegen. Gehalten wird sie durch mehrere breite Lederriemen.

Zu guter Letzt die älteste Variante: Die Leder Maske die den gesamten Kopf umschließt. Einer der schönsten Masken wie ich finde, die je nach Aufwand bzw. Maßanfertigung einen erheblich hohen Preis hat und in diesem Falle auch gerechtfertigt ist. Diese Masken sind oft zum Schnüren hinten und haben eine exzellente, exakte Passform. Zumal sie aus sehr weichem, meist hochqualitativen Leder gefertigt werden. Es gibt aber mittlerweile auch günstige Leder Masken, die aber nicht so sehr mit Liebe zum Detail gebaut werden, sondern eher für die Masse.

Zu Pflege und Reinigung ist bei der 1. und 2. Maske nicht sehr viel zu sagen. Durch die glatte Oberfläche reicht ein feuchter Schwamm. Damit lassen sich nahe zu alle Flecken entfernen. Auf Fetten würde ich verzichten, da das glatte und starre Material kein Fett aufnimmt. Man kann natürlich, um einen leichten Glanz zu bekommen, ein wenig Lederfett aufreiben. Farbschuhcreme zieht nicht richtig ein und man wird überall seine Spuren hinterlassen. Wenn dann nur echte Lederfarben, falls ein Fleck absolut störend ist.

Die 3. Maske, die aus komplett weichem Leder ohne starrer erster Hautschicht besteht, kann man mit lauwarmen Wasser (wenn sie trocknet, wird sie ein wenig starrer), ohne Zusätze ganz vorsichtig und mit eher schwenkenden Bewegungen waschen. Auf keinen Fall wringen. Die nassen Masken innen und außen mit Geschirrtüchern bedecken, im liegen trocknen lassen und immer mal wieder die Tücher wechseln. Die Maske am besten auf ein Backofengitter (nicht im Backofen) legen. Extra Tuch auf das Gitter legen, wegen Druckstellen auf der Lederhaut. Wenn alles trocken ist, kann die Maske mit Leder Fettspray von ca. 30 cm Entfernung dünn besprüht werden. Dann wieder hinlegen und gut eine Woche warten bis das Fett komplett eingezogen ist. Danach vorsichtig durch Bewegen den starren Stellen entgegenwirken. Am besten zur Aufbewahrung ist ein Schaufensterkopf, wo sie locker drauf sitzt (NUR GANZ TROCKEN). Nicht am Fenster lagern wegen Ausbleichen. Das Risiko besteht generell bei der Reinigung einer weichen Lederhaut.
Es gibt auch Firmen die Leder professionell Reinigen. Kosten nutzen überdenken.


Jetzt noch eine sehr schöne Variante: Die „Latex Maske“

Der Geruch, die Passform und das Gefühl von zweiter Haut… Mehr muss ich dazu nicht schreiben. Zur Reinigung gibt es spezielle Mittel oder Spülmittel ohne Handpflegezusatz. Weniger ist besser. Wasser bis max. 40 Grad erwärmen, gut ausspülen nach dem Reinigen und dann entweder einen kleinen Spritzer Silikonöl in warmes Wasser geben. Die Maske durchziehen, dann glänzt die wie ein Auto aus der Waschanlage. Oder wenn sie ganz trocken ist mit einem Pinsel Talkum (KEIN BABYPUDER) auftragen. Wichtig ist bei Latex: dunkel lagern.
Und nun zum Favoriten aller Neueinsteiger/innen Sammler/innen oder alten Kötern und grauen Hündinnen…


Die Neopren Maske

Neopren Masken sind die beliebtesten und für mache die „Süßesten“ oder bösesten Masken. Sie sind vom niedrigsten bis zum mittlerem Preissegment und in allen Variationen zu haben. Da sind der Fantasie und dem Geschmack keine Grenzen gesetzt. Neues Neopren riecht chemisch, was aber in den meisten Fälle nach 2 bis 3 Wochen fast komplett verflogen ist. Die einen riechen streng, die anderen weniger. Neopren trägt sich vom Gefühl dick eingepackt. Du drinnen und die anderen draußen. Man hört sehr schlecht und schwitzt stark.

Die Reinigung ist eher simpel. Lauwarmes Wasser, mit Babywaschmittel oder Spülmittel ohne weiche Haut Macher einweichen und mit vorsichtigen Bewegungen im Wasser reinigen. Shampoo oder nachfettende Seife würde ich nicht nehmen. Leichte Knickstellen lassen sich am besten wegbekommen, in dem man die Maske auf einen Ball spannt. Die beste Größe war bei mir ein Kinder- oder großer Handball. Bei größeren Knickstellen bleiben meist sichtbare Stellen. Finde ich persönlich nicht schlimm. Die Lagerung nur ganz trocken und am besten im dunklen, wegen Sonnenflecken und ausbleichen. Dabei locker liegend oder auf einem Schaufenster-Puppenkopf.


Achtung:
Ich gebe keine Garantie für nix, alles ist meine eigene Erfahrung oder Erfahrung anderer mit denen ich Belle.


Ich hoffe Ihr konnte einen kleinen Einblick in die Welt der Wuffel Masken bekommen und habt ganz lange Spaß und Freude an Euren Masken. Nun denkt immer daran Community heißt „alle“. Egal wie eine Maske aussieht, es steckt immer ein Mensch dahinter.

Ein ganz lautes
„Awooooooooooooooooooo…“
Boomer, ein kleiner Streuner

Gäbe es eine Maske aus Keksen, wäre es die kürzeste Puppy Generation, die es je gegeben hat. Sie würde sich selbst auffressen.
(Oskar 2019)

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